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acvProfil 4-2015 - Bescheidene Bilanz

Elektromobilität

ALDI SÜD MACHT E-MOBIL: LADESTROM ZUM NULLTARIF Doch die Verbreitung der Elektromobi- le ist nur eine Seite der Medaille. Die Attraktivität der Stromer hängt nicht zuletzt auch von einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur ab, von der bislang noch nicht die Rede sein kann. Derzeit gibt es nach optimistischen Schätzun- gen gerade mal 4000 davon, und da sind die von Verkehrsminister Alexander Dobrindt bis 2017 in Aussicht gestellten 400 weiteren Säulen an Autobahntank- stellen ebenso nur ein Tropfen auf den heißen Stein wie die Privatinitiative von ALDI SÜD: Der Discounter unterhält neuerdings an 50 Standorten Ladesta- tionen, an denen die Kunden kostenlos Strom tanken können. Vielleicht sind es ja solche Aktionen, die die Bundes- kanzlerin in ihrem Schlusswort zur Mobilitätskonferenz ansprach: „Es geht eigentlich in den nächsten Jahren darum, die verschiedenen Bereiche sinnvoll zusammenzuführen, um das Fahren mit einem Elektroauto – wie sagt man – hip oder so zu machen. Das Thema muss irgendwie schick werden.” Irgendwie, ja. 1 VDA-Präsident Matthias Wissmann: Fordert Anreize, die zur Marktwirtschaft passen 1 Verkehrsminister Alexander Dobrindt: Lässt in den nächsten zwei Jahren 400 Ladesäulen aufstellen VW erleichtert das Laden Während die Politik sich schwertut, gibt die Industrie weiterhin Strom. Ne- ben dem neuen Passat GTE, der dank Plug-in-Technik bis zu 50 Kilometer weit rein elektrisch fahren kann (und 44 250 Euro kostet), stellte Volkswa- gen unlängst zwei neue Technologien vor, die E-Mobile künftig attraktiver machen sollen: Serienreif ist demnach schon jetzt das V-Charge-System, bei dem das Auto fahrerlos und vollautomatisch zur nächsten freien Ladestation rollt, wo die Batterie induktiv und damit kabel- los aufgeladen wird und anschließend auf einem freien Parkplatz parkt. Das automatische Schnellladen durch einen Roboter entwickelt VW unter dem Projektnamen e-smartConnect. Da in Zukunft die Ladeströme bei schnellem Nachladen der Batterien von E-Fahrzeugen immer stärker wer- den – und die Kabel entsprechend dicker und schwerer – sollen Robo- ter diesen Vorgang erledigen. An der Ladestation führt ein Greifarm den Stecker in die Anschlusseinheit am Auto und anschließend zurück in die Ladestation. In der Wirklichkeit angekommen ist bereits ein von Volkswagen entwickel- tes System, das das Tanken und Laden von Hybrid-Autos erleichtern soll. Mit der „Charge&Fuel Card“ kann an rund 11 000 Tankstellen in Deutschland per Karte Kraftstoff getankt sowie bundes- weit an 1200 öffentlich zugänglichen Ladestationen Strom zu einem einheit- lichen Tarif geladen werden – bis zum Jahresende sogar kostenlos. 1 An der e-smartConnect-Tankstelle arbeitet ein Roboter: Vollautomatisch verbindet der Greifarm die schweren Schnellladekabel mit der Buchse am Fahrzeug 1 Käufer des Passat GTE müssen noch selbst Hand ans Kabel legen: Bei der neuen Plug-in- Limousine versteckt sich der Stromanschluss im Kühlergrill acv Profil 4/15 7 _ACV Profil 4 DV1-Proof.indd 7 17.08.15 09:29 44250 Euro kostet), stellte Volkswa- 11000 Tankstellen in Deutschland per acv Profil 4/157 _ACV Profil 4 DV1-Proof.indd 717.08.1509:29

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