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ePaper-acv Profil 02-2014

ACV Reisetipp Damüls

Einschränkungen bei der Routenwahl. So treffen sich die Extrem-Skifahrer je- des Jahr im Februar an der Ostflanke des Portlahorns, um sich über fast senkrechte Hänge und stufiges, von Felsvorsprüngen durchzogenes Gelände in atemberaubender Flugakrobatik in die Tiefe zu stürzen. Auch für die Zu- schauer, die das Wettkampfgeschehen von den gegenüberliegenden Hängen fast wie in einem Amphitheater verfol- gen können, ist das Damülser Freeride- Trial ein unvergessliches Erlebnis. DEN SKIBUS BRAUCHT MAN NUR NACH DEM APRES-SKI Sonst aber geht es eher beschaulich zu auf den Pisten rund um das Walser- dorf. Die Vielzahl geübter Skifahrer macht es Anfängern leicht, sich wohl zu fühlen. Von Draufgängertum ist hier deutlich weniger zu spüren als in den benachbarten Skiressorts im Montafon oder am Arlberg. Auch die Preise in den Hütten und Restaurants sind weni- ger abgehoben als dort, auf den Tisch kommen deftige Vorarlberger Speziali- täten, und der Käse, der aus der Milch der im Sommer auf den Hängen wie- derkäuenden Kühe erzeugt wird, ge- hört zu nahezu jeder Mahlzeit. Wer in einem der Appartement-Hotels wie dem Brunnenhof an der Talstation des schnellen Uga-Sessellifts logiert, ge- nießt sogar die Vorzüge landwirtschaft- licher Eigenproduktion: Die Früh- stückseier bei Familie Bischoff könnten kaum frischer sein, stammen sie doch aus dem Hühnerstall in der Nachbar- schaft. Eine Besonderheit von Damüls- Faschina ist die eher weitläufige Besie- delung der Täler. Kaum ein Hotel oder Ferienheim ist deshalb mehr als 300 Meter von der nächsten Piste oder Seilbahn entfernt. Den Skibus, der die Gäste gratis befördert, braucht man nur, wenn es beim Après-Ski mal län- ger gedauert hat. ATTRAKTION AN NEBELTAGEN: DAS SKIMUSEUM Und noch eine Attraktion hat das char- mante Skidorf zu bieten: Da der Bre- genzer Wald samt dem benachbarten Arlberg als Wiege des alpinen Skisports gilt, hat die Gemeinde im ehemaligen Pfarrhaus gleich neben der Kirche ein Skimuseum eingerichtet. Darin sind Schneeschuhe und Ski aus vergange- nen Jahrhunderten zu sehen, aber auch die fortschrittlichen Entwicklungen ver- gangener Zeiten der heimischen Her- steller Kästle und Head. Die ersten Ski in Verbundwerkstoff-Bauweise etwa oder die ersten aus Aluminium. Sogar ein Luftkissenski ist zu bestaunen, der entweder den Fahrtwind durch einen Trichter unter die Lauffläche lenkt oder bei dem eine Pressluftpatrone für Auf- trieb und Geschwindigkeit sorgt. DIE LETZTEN 30 KILOMETER MUSS MAN KRÄFTIG KURBELN Bei der Anreise nach Damüls-Faschina ist dagegen eher Abtrieb angesagt: Wer aus dem Rheintal über Bludenz kommt, muss sich gut 30 Kilometer über eine kurvenreiche Landstraße kur- beln. Und der kürzere Weg über Mel- lau, dessen Skipisten jüngst mit einer modernen Kabinenbahn und einem 200 Meter langen Skitunnel an die Da- mülser Abfahrten angeschlossen wur- den, ist nur bedingt empfehlenswert. Die bessere Erreichbarkeit der Nach- bargemeinde lockt viele Tagesausflüg- ler, was in der Hochsaison und vor al- lem an Wochenenden zu erheblichen Wartezeiten an der Mellauer Gipfel- bahn führt. Dann doch lieber gleich mitten hinein, ins Schneereich Damüls- Faschina. Mehr Informationen unter www.damuels.at. acv Profil 2/14 25 1Coaching vor dem Start: Die Skischule richtet auch Skirennen für die Kleinsten aus 1Wintersport für Kunstflieger: Freeriding am Portlahorn Schöner geht's kaum: Hoch über Damüls thront die markante Mittagsspitze 3 7Vor der Abfahrt erst mal ein Foto: Überwältigendes Panorama auf der Hohen Wacht

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